OSENC Magnetabscheidung
Position, Aufhängehöhe und Inbetriebnahme
Installieren Sie den Überbandmagneten gemäß der freigegebenen Projektzeichnung: Bestätigen Sie die Längs- oder Queranordnung, messen Sie die Aufhängehöhe ab dem angegebenen Bezugspunkt, prüfen Sie die Tragkonstruktion und die Anschlagpunkte, entfernen Sie störende Stahlteile, sorgen Sie für einen sicheren Austragweg der abgeschiedenen Eisenteile und führen Sie einen Test unter realen Materialbelegungsbedingungen durch. Legen Sie die Aufhängehöhe nicht allein anhand der Fördergurtbreite oder einer Katalogabbildung fest.
Projektbezogene Installationsunterlagen anfordern Auswahl des Überbandmagneten prüfen

Vor der Installation
- Prüfen Sie Gerätemodell, Gesamtmasse, Schwerpunkt, Anschlagpunkte und Transportsicherungen.
- Lassen Sie Tragwerkslasten, dynamische Einwirkungen, Befestigungspunkte und Korrosionsbedingungen vom zuständigen Tragwerksplaner freigeben.
- Prüfen Sie Gurtbreite, Muldung, Geschwindigkeit, normale und maximale Materialbelegung, Materialflugbahn und die abzuscheidenden Eisenfremdkörper.
- Legen Sie den Höhenbezug in der Zeichnung fest, beispielsweise die Gurtoberfläche, die Materialoberfläche oder die Bezugsebene der Magnetfläche.
- Stellen Sie einen ausreichenden Zugang für Reinigung, Inspektion, Anheben und Ausbau sicher.
Längs- oder Queranordnung
| Anordnung | Möglicher Vorteil | Frage zur Installation |
|---|---|---|
| Queranordnung | Seitenaustrag und flexible Positionierung am Förderer | Können die Eisenteile quer über das Materialbett transportiert und an der seitlichen Konstruktion vorbei ausgetragen werden? |
| Längsanordnung nahe der Kopftrommel | Der Materialstrom kann sich am Abwurf auflockern | Passen Magnetfeld, Stahlkonstruktion des Förderers und Materialflugbahn zur Anordnung an der Kopftrommel? |
Keine der beiden Anordnungen ist grundsätzlich besser. Vergleichen Sie den tatsächlichen Arbeitsabstand, den verfügbaren Bauraum, die Beeinflussung durch Stahlteile, den Austragweg der Eisenfremdkörper, den Wartungszugang und die Auffangeinrichtung.

Aufhängehöhe korrekt einstellen
- Den exakten Zeichnungsbezug ermitteln.
- An allen Aufhängepunkten messen, während sich der Förderer im freigegebenen Zustand befindet.
- Waagerechte Ausrichtung der Magnetunterseite bzw. vorgegebenen Neigungswinkel prüfen.
- Freiraum bei leerem Förderer sowie bei normaler und maximal plausibler Materialbeladung bestätigen.
- Den Wert im eingebauten Zustand dokumentieren; nicht auf die Anzahl der Kettenglieder verlassen.
Durch Anheben des Magneten vergrößert sich der Abstand, jedoch nimmt die Anziehungskraft im Materialbett ab. Ein Absenken ohne Freigabe kann zu Kollisionen, Überlastung oder gefährlichen Materialansammlungen führen. Siehe Auswirkungen der Einbauhöhe auf die Eisenabscheidung.
Stahlteile im Umfeld kontrollieren
Ferromagnetische Tragrollen, Träger, Schutzvorrichtungen, Schurren, Werkzeuge und Plattformen können das Magnetfeld verzerren, Kräfte aufnehmen, sich unter bestimmten Bedingungen durch Bewegung erwärmen oder abgeschiedenes Eisen festhalten. Der freigegebene Aufstellungsplan sollte den magnetischen Freihaltebereich festlegen. Tragende Bauteile oder Sicherheitseinrichtungen niemals ohne technische Freigabe entfernen.
Vollständigen Austragsweg sicherstellen
Bei einem manuell zu reinigenden Magneten sind sichere Freischaltung, Sammlung und Handhabung festzulegen. Bei einem selbstreinigenden Überbandmagnetabscheider, sind Austragsrichtung, Bandlaufrichtung, freier Abwurfbereich, Sammelbehälter, Windeinflüsse und Schutzvorrichtungen zu prüfen. Zudem ist sicherzustellen, dass Eisen nicht in den Produktstrom zurückgelangen kann.
Ablauf der Inbetriebnahme
- Tragkonstruktion, Aufhängung, Befestigungselemente, Schutzvorrichtungen und Freiräume prüfen sowie kontrollieren, ob Werkzeuge im Bereich zurückgelassen wurden.
- Bei angetriebenen Geräten im Tippbetrieb gemäß dem freigegebenen Verfahren Drehrichtung und Bandlauf prüfen.
- Leerlauf durchführen und Schwingungen, Geräusche, Bandlauf und Freiräume dokumentieren.
- Material schrittweise zuführen und normale sowie maximale Materialbeladung prüfen.
- Nur einen freigegebenen, sicher rückgewinnbaren und repräsentativen Prüfkörper verwenden.
- Prüfkörper, Positionierung, Materialbeladung, Bandgeschwindigkeit, Höhe, Ergebnis und Anpassungen dokumentieren.

Arbeiten einstellen und an die zuständige Stelle eskalieren, wenn
- sich die Tragkonstruktion bewegt, Risse aufweist, sich verformt oder nicht mit der Zeichnung übereinstimmt.
- der Magnet, der Reinigungsgurt oder abgeschiedene Eisenteile den Förderer oder das Materialbett berühren können.
- sich der Bandlauf nicht innerhalb der Vorgaben des Geräteverfahrens stabilisieren lässt.
- Eisen in das Material zurückfällt oder in einen unsicheren Bereich gelangt.
- die tatsächliche maximale Materialbeladung, Temperatur, Eisenbelastung oder die Umgebungsbedingungen die Auslegungswerte überschreiten.
Installationsprotokoll
Geräteidentifikation, Zeichnungsrevision, installierte Höhe und Bezugspunkt, Freigabe der Tragkonstruktion, Ausrichtung, elektrische Prüfungen, Ergebnis des Leerlaufs, Lastbedingungen, Prüfergebnis, Fotos, Schulungsnachweis, Abweichungen und Endfreigabe dokumentieren.
Prüfungen vor der Inbetriebnahme eines Überbandmagneten
| Entscheidungsregel | Prüfen Sie vor dem Abscheidetest Tragkonstruktion, Ausrichtung, Arbeitshöhe, waagerechte Lage, Austragsweg, Schutzeinrichtungen und Wartungszugang. |
|---|---|
| Zu bestätigende Eingangsdaten | Freigegebene Zeichnung, Magnetmasse, Anschlagpunkte, Aufhängungsteile, Bandbreite und -geschwindigkeit, Schüttprofil, Zielprüfkörper und sicherer Zugang. |
| Risiko oder Einschränkung | Schalten Sie keine Antriebe ein und führen Sie kein Material zu, solange sich provisorische Hebezeuge, lose Befestigungsteile oder Hindernisse im Austragsbereich innerhalb des Anziehungs- oder Bewegungsbereichs befinden. |
| Maßnahme des Käufers | Dokumentieren Sie vor der Übergabe die vier Aufhängungsmaße, den Abstand zwischen Magnetfläche und Zielobjekt, die Prüfungen im Leerlauf sowie die Erfassung der Zielobjekte in der Mitte und an den Rändern. |
Sicherheitsgrenzen vor Installation, Reinigung oder Wartung
- Vor dem Betreten des Arbeitsbereichs sind Gurtförderer, Abscheiderantrieb und angeschlossene Anlagen gemäß den betrieblichen Verfahren freizuschalten und gegen Wiedereinschalten zu sichern. Stellen Sie sicher, dass keine Bewegung erneut anlaufen kann. Ein Permanentmagnet bleibt auch nach der elektrischen Freischaltung aktiv. Berücksichtigen Sie schwebende Lasten, Quetsch- und Einzugsstellen, angezogene Werkzeuge, lose Stahlteile, scharfkantige abgeschiedene Eisenteile sowie einen sicheren Zugang im Bereich des Fördergurts und der Austragszone.
- Personen mit Herzschrittmachern oder magnetempfindlichen medizinischen Geräten müssen die Vorgaben des Geräteherstellers und die betrieblichen Beschränkungen beachten. Empfindliche Elektronik und magnetische Datenträger sind zu schützen.
- Unsere Hinweise stellen keine vollständige sichere Arbeitsanweisung dar. Maßgeblich sind die freigegebenen Herstelleranweisungen, die betriebliche Risikobeurteilung, Schutz- und Hebepläne sowie die Vorschriften zur Freischaltung und Sicherung gegen Wiedereinschalten.
Diese Angaben benötigen wir zur Konfiguration dieses Projekts
Eingabedaten für die Installation eines Überbandmagnets über einem Förderer
- So verwenden wir Ihre Daten: Wir prüfen Ihr Material, das Verunreinigungsrisiko, das Produktionsziel und die Schnittstellen zur Anlage, bevor wir ein Angebot konfigurieren oder eine ungeeignete Option ausschließen.
- Material: Bezeichnung und Zusammensetzung; trocken oder nass; Pulver, Granulat, Stückgut, Fasern oder Suspension; minimale, maximale und typische Korngrößenverteilung; Feuchtigkeit, Klebrigkeit, Neigung zu Anbackungen oder Brückenbildung, Abrasivität, Korrosivität, Schüttdichte, normale Temperatur und Höchsttemperatur.
- Produktion und Zielsetzung: Normaler und maximaler Durchsatz, kontinuierliche oder chargenweise Beschickung, Gleichmäßigkeit der Materialzufuhr, Ziel der Fremdkörperabscheidung oder Rückgewinnung, magnetisches Verhalten, sofern bekannt, typische und maximale Größe des Zielmaterials, Ausgangskonzentration, zulässiger Restgehalt und Angabe, ob Produktverluste zulässig sind.
- Installation: Gurtbreite und -geschwindigkeit, normale und maximale Schütthöhe, Magnetposition und Nennarbeitsabstand, verfügbarer Aufhängungs- und Wartungsraum, Trag- und Hebevorrichtung; Reinigungsmethode, zulässige Stillstandszeit, Anforderungen an produktberührte Werkstoffe sowie an Verschleiß- und Korrosionsbeständigkeit; Bedingungen in Innen- oder Außenbereichen, bei Nassreinigung, hoher Luftfeuchtigkeit, Staubbelastung oder in explosionsgefährdeten Bereichen.
- Ergänzende Projektunterlagen: Antriebsspannung, Frequenz und Phasenanzahl, wenn eine selbstreinigende Ausführung vorgesehen ist; Steuerungsschnittstelle und gegebenenfalls Druckluftbedarf am Standort; Bestimmungsland; aktuelle Zeichnungen, Fotos vom Einsatzort, Video des laufenden Betriebs und eine repräsentative Material-/Verunreinigungsprobe, falls Tests erforderlich sind.
- Was Sie als Nächstes erhalten: Auf Grundlage der bestätigten Angaben erstellen wir eine projektspezifische Zeichnung und einen Prüfplan. Die Leistung gilt erst dann als bestätigt, wenn die vereinbarte Ausführung und gegebenenfalls ein erforderlicher repräsentativer Test oder eine Abnahme vor Ort das Ergebnis nachweisen.
Projektunterstützung
Benötigen Sie Unterstützung bei der Auswahl der passenden Magnetlösung?
Übermitteln Sie uns Material, Fließbedingungen, abzuscheidendes Metall, Durchsatz, verfügbaren Einbauraum sowie vorhandene Zeichnungen oder Fotos vom Einsatzort. Wir prüfen die Anwendung und empfehlen den nächsten praktischen Schritt.
Häufig gestellte Fragen
Warum ist die Längs- oder Queranordnung für diese Entscheidung wichtig?
Keine der beiden Anordnungen ist grundsätzlich besser. Vergleichen Sie den tatsächlichen Arbeitsabstand, den verfügbaren Bauraum, die Beeinflussung durch Stahlteile, den Austragweg der Eisenfremdkörper, den Wartungszugang und die Auffangeinrichtung.
Warum ist “Aufhängehöhe korrekt einstellen” für diese Entscheidung wichtig?
Ein Anheben des Magneten vergrößert den Freiraum, verringert jedoch die Anziehungskraft im Materialbett. Ein Absenken ohne Freigabe kann zu Kollisionen, Überlastung oder gefährlichen Materialansammlungen führen.
Warum ist “Stahlteile in der Umgebung berücksichtigen” für diese Entscheidung wichtig?
Ferromagnetische Tragrollen, Träger, Schutzvorrichtungen, Schurren, Werkzeuge und Plattformen können das Magnetfeld verzerren, magnetische Kräfte aufnehmen, sich bei Bewegung unter bestimmten Bedingungen erwärmen oder abgeschiedene Eisenteile festhalten.
Ben — OSENC
Ben verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Magnetabscheiderbranche und arbeitet seit 2019 mit OSENC zusammen. Seine Schwerpunkte sind Magnetabscheider, Anlagen zur Entfernung von Eisenfremdkörpern, Metallrückgewinnungsanlagen und kundenspezifische Lösungen zur Magnetabscheidung.
Er unterstützt Kunden dabei, Materialart, Korngröße, Feuchte, Durchsatz, Zuführmethode, abzuscheidendes Metall und Einbaubedingungen eindeutig zu bestimmen. Dadurch werden falsche Modellauswahl, unzureichende Abscheideergebnisse und unnötige Probentests vermieden.