OSENC Magnetabscheidung
Mechanische Schnittstelle und Trennflugbahn
Eine Magnetkopftrommel ist erst dann als direkter Ersatz geeignet, wenn Wellenenden, Lager, Trommeldurchmesser und -breite, Gurtgeschwindigkeit und Umschlingung, Antriebsanordnung, Lasten, Trommelbelag, Drehrichtung, Magnetfeldbogen, Austragsflugbahn, Trennblech, Schutzvorrichtungen und umgebende Stahlkonstruktionen geprüft wurden. Die Austauschzeichnung vor dem Ausbau der ursprünglichen Trommel freigeben.
Vorhandene Trommelzeichnung senden Auswahl der Magnetkopftrommel prüfen

Vorhandene Schnittstellen erfassen
- Trommeldurchmesser, Ballenbreite, Trommelmantel/Belag und gegebenenfalls Bombierung
- Wellendurchmesser, Absätze, Passfedernuten, Gewinde, Wellenschultern und Gesamtlänge
- Lagertyp, Lagergehäuse, Lagerabstand, Einbauhöhe und Einstellmöglichkeit
- Antriebskupplung, Kettenrad, Getriebe, Drehmomentübertragung und Drehrichtung
- Gurtbreite, Geschwindigkeit, Spannung, Umschlingungswinkel, Belastung und Gurtverbindung
- Schnittstellen zu Schurre, Abstreifer, Schutzvorrichtung, Reiniger und Spannvorrichtung
Technische Belastungen prüfen
Der Magnetkreis erhöht die Masse und kann das Trägheitsmoment, die Wellenbeanspruchung, die Lagerbelastung, den Anfahrleistungsbedarf und die Auflagerreaktionen verändern. Der verantwortliche Konstrukteur des Gurtförderers muss die angebotene Trommel hinsichtlich Gurtzugkräften, Drehmoment, Biegung, Ermüdung, Drehzahl und Betriebsbedingungen prüfen. Eine Welle darf nicht allein anhand ihres Durchmessers freigegeben werden.

Magnetische Ausrichtung vor dem Anheben prüfen
Drehrichtung, aktiven Magnetbogen, nichtmagnetische Abwurfzone und Wellenausrichtung sowohl in der Zeichnung als auch an der physischen Einheit kennzeichnen. Wird die Trommel umgekehrt eingebaut, kann sich der Ablösepunkt verschieben oder die vorgesehene Abscheidebahn beeinträchtigt werden. Die Trommel vor losen Stahlteilen schützen und die magnetische Anziehung während der Handhabung kontrollieren.
Montageablauf
- Gurtförderer freischalten und den freigegebenen Ausbau- und Hebeplan befolgen.
- Auflager, Lagersitze, Abmessungen und Zustand der gelieferten Trommel prüfen.
- Lager und Trommel montieren, ohne fehlausgerichtete Auflager gewaltsam auszurichten.
- Wellenausrichtung, Lagerposition und Gurtlauf gemäß dem Verfahren für den Gurtförderer einstellen.
- Antrieb wieder anschließen und Schutzvorrichtungen, Reiniger, Schurren und Freiräume prüfen.
- Gemäß dem freigegebenen Verfahren drehen oder im Tippbetrieb verfahren, um Drehrichtung und mögliche Kollisionen zu prüfen.
- Zunächst im Leerlauf betreiben, anschließend die Last schrittweise erhöhen und dabei Gurtlauf, Schwingungen, Lager und Materialflugbahn beobachten.
Trennblech anhand der Materialflugbahnen einstellen
Nichtmagnetisches Material verlässt den Fördergurt normalerweise früher, während magnetisch erfassbares Material der Trommel weiter folgt, bevor es sich ablöst. Das Trennblech zwischen den beobachteten Flugbahnen positionieren und dabei Korngröße, Geschwindigkeit, Schütthöhe, Rückprall, Luftströmung und anhaftendes nichtmagnetisches Material berücksichtigen. Die Einstellung niemals anhand eines Fotos eines anderen Gurtförderers vornehmen.
Nahe gelegene Stahlteile und Schurrenkonstruktion
Stahlauskleidungen, Schurren, Reiniger, Schrauben, Schutzvorrichtungen und Konstruktionsteile können abgeschiedenes Eisen anziehen oder den Materialabwurf beeinträchtigen. Den magnetischen Freiraum unter Beibehaltung der konstruktiven Anforderungen und Schutzanforderungen prüfen. Für den Prozess freigegebene Verschleißwerkstoffe und Geometrien verwenden.

Inbetriebnahmeprüfung
Gurtgeschwindigkeit, Aufgaberate, Schichthöhe, Material, Art und Einbringposition der zu erfassenden Eisenteile, Position des Trennblechs, gesammelte Fraktionen, Verschleppung, Schwingungen, Lagerbeobachtungen und Anpassungen dokumentieren. Sofern sicher möglich, unter normalen Bedingungen und Spitzenbedingungen prüfen. Den höchsten Messwert an der Oberfläche nicht mit der Abscheideleistung gleichsetzen.
Anhalten und Ursache untersuchen
- Lagertemperatur, Schwingungen, Geräusche oder Bewegungen verändern sich deutlich.
- Der Fördergurt läuft außermittig oder berührt Konstruktionsteile.
- Welle, Kupplung, Lagergehäuse oder Auflager bewegen oder lockern sich.
- Material verursacht Verstopfungen, prallt zurück oder gelangt zwischen die Austragsströme.
- Abgeschiedener Stahl wickelt sich um die Trommel oder kann nicht sicher abgeworfen werden.
Inbetriebnahmeprüfungen vor der Abnahme der Trommel
| Entscheidungsregel | Prüfen Sie Wellenausrichtung, Lagerausrichtung, Gurtlauf, Drehrichtung, Umschlingung, Schutzeinrichtungen und den Abstand des Trennblechs, bevor Sie die Magnetabscheidung bewerten. |
|---|---|
| Zu bestätigende Eingangsdaten | Freigegebene Trommelzeichnung, Lagermittenabstände, Wellenpassungen, Gurtgeschwindigkeit und -spannung, Antriebsdrehmoment, Hebeplan, Zielmaterial und Austragsbahnen. |
| Risiko oder Einschränkung | Eine Fehlausrichtung oder ein geänderter Trommeldurchmesser kann mechanisches Versagen verursachen und die Austragsbahn verändern, selbst wenn der Magnetkreis korrekt ausgeführt ist. |
| Maßnahme des Käufers | Führen Sie Prüfungen im Leerlauf und unter Last durch, protokollieren Sie Schwingungen und Temperatur und nehmen Sie nach der Einstellung des Trennblechs an beiden Austrägen Proben. |
Sicherheitsgrenzen vor Installation, Reinigung oder Wartung
- Vor dem Betreten des Arbeitsbereichs sind Gurtförderer, Abscheiderantrieb und angeschlossene Anlagen gemäß den betrieblichen Verfahren freizuschalten und gegen Wiedereinschalten zu sichern. Stellen Sie sicher, dass keine Bewegung erneut anlaufen kann. Ein Permanentmagnet bleibt auch nach der elektrischen Freischaltung aktiv. Berücksichtigen Sie schwebende Lasten, Quetsch- und Einzugsstellen, angezogene Werkzeuge, lose Stahlteile, scharfkantige abgeschiedene Eisenteile sowie einen sicheren Zugang im Bereich des Fördergurts und der Austragszone.
- Personen mit Herzschrittmachern oder magnetempfindlichen medizinischen Geräten müssen die Vorgaben des Geräteherstellers und die betrieblichen Beschränkungen beachten. Empfindliche Elektronik und magnetische Datenträger sind zu schützen.
- Unsere Hinweise stellen keine vollständige sichere Arbeitsanweisung dar. Maßgeblich sind die freigegebenen Herstelleranweisungen, die betriebliche Risikobeurteilung, Schutz- und Hebepläne sowie die Vorschriften zur Freischaltung und Sicherung gegen Wiedereinschalten.
Diese Angaben benötigen wir zur Konfiguration dieses Projekts
Eingabesatz für die Installation einer Magnetkopftrommel an einem Förderer
- So verwenden wir Ihre Daten: Wir prüfen Ihr Material, das Verunreinigungsrisiko, das Produktionsziel und die Schnittstellen zur Anlage, bevor wir ein Angebot konfigurieren oder eine ungeeignete Option ausschließen.
- Material: Bezeichnung und Zusammensetzung; trocken oder nass; Pulver, Granulat, Stückgut, Fasern oder Suspension; minimale, maximale und typische Korngrößenverteilung; Feuchtigkeit, Klebrigkeit, Neigung zu Anbackungen oder Brückenbildung, Abrasivität, Korrosivität, Schüttdichte, normale Temperatur und Höchsttemperatur.
- Produktion und Zielsetzung: Normaler und maximaler Durchsatz, kontinuierliche oder chargenweise Beschickung, Gleichmäßigkeit der Materialzufuhr, Ziel der Fremdkörperabscheidung oder Rückgewinnung, magnetisches Verhalten, sofern bekannt, typische und maximale Größe des Zielmaterials, Ausgangskonzentration, zulässiger Restgehalt und Angabe, ob Produktverluste zulässig sind.
- Installation: Gurtbreite und -geschwindigkeit, normale und maximale Schütthöhe, Magnetposition und Nennarbeitsabstand, verfügbarer Aufhängungs- und Wartungsraum, Trag- und Hebevorrichtung; Reinigungsmethode, zulässige Stillstandszeit, Anforderungen an produktberührte Werkstoffe sowie an Verschleiß- und Korrosionsbeständigkeit; Bedingungen in Innen- oder Außenbereichen, bei Nassreinigung, hoher Luftfeuchtigkeit, Staubbelastung oder in explosionsgefährdeten Bereichen.
- Ergänzende Projektunterlagen: Antriebsspannung, Frequenz und Phasenanzahl, wenn eine selbstreinigende Ausführung vorgesehen ist; Steuerungsschnittstelle und gegebenenfalls Druckluftbedarf am Standort; Bestimmungsland; aktuelle Zeichnungen, Fotos vom Einsatzort, Video des laufenden Betriebs und eine repräsentative Material-/Verunreinigungsprobe, falls Tests erforderlich sind.
- Was Sie als Nächstes erhalten: Auf Grundlage der bestätigten Angaben erstellen wir eine projektspezifische Zeichnung und einen Prüfplan. Die Leistung gilt erst dann als bestätigt, wenn die vereinbarte Ausführung und gegebenenfalls ein erforderlicher repräsentativer Test oder eine Abnahme vor Ort das Ergebnis nachweisen.
Projektunterstützung
Benötigen Sie Unterstützung bei der Auswahl der passenden Magnetlösung?
Übermitteln Sie uns Material, Fließbedingungen, abzuscheidendes Metall, Durchsatz, verfügbaren Einbauraum sowie vorhandene Zeichnungen oder Fotos vom Einsatzort. Wir prüfen die Anwendung und empfehlen den nächsten praktischen Schritt.
Häufig gestellte Fragen
Warum ist “Technische Lasten prüfen” für diese Entscheidung wichtig?
Der Magnetkreis erhöht die Masse und kann das Massenträgheitsmoment, die Wellenbeanspruchung, die Lagerbelastung, den Anfahrleistungsbedarf und die Auflagerreaktionen verändern.
Warum ist “Magnetische Ausrichtung vor dem Anheben bestätigen” für diese Entscheidung wichtig?
Drehrichtung, aktiven Magnetfeldbogen, nichtmagnetische Austragszone und Wellenausrichtung anhand der Zeichnung und an der physischen Einheit bestimmen.
Warum ist “Trennblech anhand der Materialflugbahnen einstellen” für diese Entscheidung wichtig?
Nichtmagnetisches Material verlässt den Gurt normalerweise früher, während magnetisch reagierendes Material der Trommel weiter folgt, bevor es sich löst.
Ben — OSENC
Ben verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Magnetabscheiderbranche und arbeitet seit 2019 mit OSENC zusammen. Seine Schwerpunkte sind Magnetabscheider, Anlagen zur Entfernung von Eisenfremdkörpern, Metallrückgewinnungsanlagen und kundenspezifische Lösungen zur Magnetabscheidung.
Er unterstützt Kunden dabei, Materialart, Korngröße, Feuchte, Durchsatz, Zuführmethode, abzuscheidendes Metall und Einbaubedingungen eindeutig zu bestimmen. Dadurch werden falsche Modellauswahl, unzureichende Abscheideergebnisse und unnötige Probentests vermieden.